Geld spielt bei der betrieblichen Altersversorgung nur eine untergeordnete Rolle
Abgelegt unter Betriebliche Altersversorgung
Das größte Hindernis beim Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung ist nicht, wie bisher gedacht, das Geld, sondern vor allem die schwache Nachfrage durch die Arbeitnehmer. Das geht aus der aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor. Befragt wurden mehr als drei Millionen Beschäftigte.
Bei betrieblichen Altersversorgungssystemen scheint ein großer Aufklärungsbedarf zu bestehen, denn viele scheuen sich vor der Komplexität des Themas. Das beliebteste Modell zur Vorsorge ist das Opting-Out, das aus den USA übernommen wurde und bei dem jeder Arbeitnehmer zunächst automatisch an einer Vorsorgemaßnahme teilnimmt, aber das Recht hat, seine Zahlungen jederzeit zu beenden. In Unternehmen, in denen dieses Verfahren genutzt wird, nehmen über 85 Prozent der Belegschaft teil. Bislang bieten dies in Deutschland aber nur knapp zehn Prozent der Konzerne und damit ein kleiner Teil.
Der größte Unterschied zwischen der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland und den USA: Die Versicherungsorientierung! Eine Individualisierung des Sparvermögens ist kaum möglich. Bislang gibt es auch nur einen einzigen Betrieb, bei dem die Vorsorgenden Einfluss auf ihre Vermögensaufteilung haben. Die Selbstbestimmung der Arbeitnehmer bei der bAV-Gestaltung ist bei vielen noch ein Tabuthema.
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